Pokern ist das mit Abstand bekannteste und am weitesten verbreitete Kartenspiel der Welt mit einer langen Tradition und dem Klischee von verrauchten Hinterzimmern und halblegalen Zusammentreffen. Kein Wunder, dass sich im Laufe der Zeit zahllose Poker Varianten entwickelt haben.
Prinzipiell geht es darum, aus einem 52-Karten-Spiel mit fünf Karten eine Hand zu bilden. Die Spieler setzen nach Beurteilung ihrer Hand einen Spieleinsatz darauf, die besten Karten zu besitzen, ohne die Stärke der gegnerischen Hand zu kennen. Die Spielrunde fällt dem Spieler zu, der das stärkste Blatt hält oder als einziger den Spieleinsatz gebracht hat, wenn die Mitspieler nicht mithalten möchten. So kann auch jemand mit schwachen Karten gewinnen, wenn er hoch genug pokert. Ob derjenige mit der besten oder der schlechtesten Hand eine Runde gewonnen hat, ist bereits eine der vielen Poker Varianten.
Die Art der Kartenaufnahme ist eine der grundlegenden Poker Varianten. Beim Hold'em werden im Laufe einer Spielrunde Karten in die Tischmitte gelegt, die alle Spieler aufnehmen dürfen. Gerade bei Turnieren ist das Texas Hold'em sehr beliebt, bei dem elf Personen an einem Tisch spielen, die jeweils zu Beginn zwei verdeckte Karten erhalten. In Spielbanken wird häufig eine der anderen Poker Varianten, das Omaha Hold'em praktiziert: Neun Spieler spielen an einem Tisch und erhalten zu Beginn vier verdeckte Karten.
Zu den wichtigsten Poker Varianten gehört die Frage, wer vor dem ersten Spiel den Einsatz gibt, der ja den Reiz einer Runde ausmacht. Bringt jeder Spieler seinen Einsatz, sprechen die Profis von Ante, müssen nur zwei Spieler setzen, handelt es sich um die Blind-Variante. Die Zahl der Spielvarianten ist gewaltig und deren Kenntnis zeichnet einen Profi aus.